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Deutsch-Französischer Bürgerfonds

Wir setzen uns aktiv für eine starke europäische Zivilgesellschaft ein. Wir sind Teil deutsch-französischer Projekte, die uns einander näherbringen. Begegnungen über Generationen und Grenzen hinweg.

Bad Windsheim

Gemeinsam gestalten - unser Einsatz

2023 - 2026

Demokratie lernen – stärken – leben (2026)

Mai 2026

Mit freundlicher Unterstützung des deutsch-französischen Bürgerfonds

Begegnungsfahrt nach Saint-Yrieix (2025)

01. Mai 2025

Busfahrt übers Mai-Feiertags-Wochenende DO 01. - SO 04.05.25, inkl. Konzertreihe "DJ-Austausch der Partnerstädte"

35. Jubiläum mit Saint-Yrieix (2023)

18. Mai 2023

Jubiläum 35 Jahre Städtepartnerschaft Saint-Yrieix-la-Perche - Bad Windsheim, DO 18.05.-SO 21.05.2023, mit freundlicher Unterstützung vom Deutsch-Französischen Bürgerfond und Bezirk Mittelfranken.

Was ist der Deutsch-Französische Bürgerfonds?
 

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds unterstützt Projekte, die den Austausch zwischen Menschen in Deutschland und Frankreich stärken – insbesondere in Partnerschaftsstädten wie Bad Windsheim und Saint-Yrieix-la-Perche.

Ziel des Fonds ist es, bürgerschaftliches Engagement und den europäischen Zusammenhalt zu fördern. Er stellt finanzielle Mittel für Projekte bereit, die:

  • den kulturellen Austausch und das Miteinander fördern

  • Jugendbegegnungen und gemeinsame Veranstaltungen ermöglichen

  • neue Ideen für die Städtepartnerschaft umsetzen

Auch in Bad Windsheim profitieren wir bereits von dieser Förderung – etwa bei Begegnungen junger Menschen, Workshops oder gemeinsamen Aktionen in beiden Städten.

Der Bürgerfonds ist Teil des Aachener Vertrags von 2019 und wird von der Bundesregierung und der französischen Regierung getragen. Ansprechpartner für Projektideen ist das Städtepartnerschaftskomitee oder die Regionalvertretung des Bürgerfonds.

 

Demokratie lernen – stärken – leben (2026)
DO 30. April bis SO 17. Mai 2026

1. Programm, Zeitungsartikel, Öffentlichkeitsarbeit:

👉 Thema: Mai 2026 - ein bunter Reigen deutsch-französischer Veranstaltungen

Beschreibung:

Über einen Zeitraum von drei Wochen entwickelte sich Bad Windsheim zum Treffpunkt zahlreicher deutsch-französischer Begegnungen. Das abwechslungsreiche Veranstaltungs-programm verband politische Bildung, Kultur, Sport, Musik, Nachhaltigkeit und persönliche Begegnungen miteinander. Einige Programmpunkte wurden aufgrund der unterschiedlichen Reisegruppen mehrmals durchgeführt und ermöglichten so möglichst vielen Gästen die Teilnahme.

Die umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit mit Veranstaltungsprogrammen, Presseberichten, Social-Media-Beiträgen, Bauzaunbanner, Plakaten und der Projektwebseite machte das Projekt weit über die Region hinaus sichtbar. Zahlreiche Medien berichteten über die Veranstaltungen und dokumentierten eindrucksvoll, wie lebendig moderne Städtepartnerschaften heute gestaltet werden können. Die Förderung durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds machte es möglich, Menschen verschiedener Generationen und Herkunft zusammenzubringen und Europa im Alltag erlebbar zu machen.

Ausführliche Impressionen unserer Begegnung auch unter CHRONIK!
Feedback & Bericht am Ende.

 

🔗 Programm
🔗 Schlussbericht
 

2. Rathaus Empfänge und Europafest in Mailheim

👉 Impressionen  

Beschreibung:

Die offiziellen Empfänge im Rathaus der Stadt Bad Windsheim bildeten den feierlichen Rahmen für die Begegnungen mit den zahlreichen Gästen. Bürgermeister Philipp Flierl begrüßte verschiedene Delegationen, wie zum Beispiel aus Saint-Yrieix-la-Perche und betonte die Bedeutung persönlicher Begegnungen für Frieden, Demokratie und den europäischen Zusammenhalt.

Ein weiterer Höhepunkt war das Europafest der Europa-Union Bayern im Europaweinberg in Mailheim. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wurde die Europaflagge gehisst und der Europawein vorgestellt.
Die Veranstaltung verband europäische Symbolik mit regionaler Kultur und bot Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Ehrenamt und Gesellschaft. Die Begegnungen verdeutlichten eindrucksvoll, wie Städtepartnerschaften Brücken zwischen Menschen, Regionen und Nationen bauen.
 

3. UNITED BEATZ - Völkerverständigung auf der Tanzfläche, am SA 02. Mai 2026

👉 Impressionen  

Beschreibung:

Mit dem Musikprojekt UNITED BEATZ wurde ein modernes Begegnungsformat geschaffen, das insbesondere junge Erwachsene für die europäische Idee begeisterte. DJs aus Deutschland und Frankreich gestalteten gemeinsam beim 4. Event einen unvergesslichen Abend in der Roßmühle Burgbernheim. Musik wurde dabei zur gemeinsamen Sprache, die kulturelle und sprachliche Grenzen mühelos überwand.
 

Die Veranstaltung wurde von Landrat Dr. Christian von Dobschütz als DJ Chris deLuxe eröffnet und von zahlreichen Ehrengästen, wie beispielsweise dem Bezirkstagspräsidenten Peter Daniel Forster, begleitet. Mehrere hundert Besucherinnen und Besucher erlebten einen Abend voller Offenheit, Kreativität und europäischer Verbundenheit.


UNITED BEATZ zeigte eindrucksvoll, wie Städtepartnerschaften neue Zielgruppen erreichen und junge Menschen aktiv in die internationale Begegnungsarbeit einbinden können.
 

4. Besichtigung des Areals "Landesgartenschau 2027" und Erfahrungsaustausch der Imker
     sowie Führung durch das Fränkische Freilandmuseum

👉 Impressionen  

Beschreibung:

Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung bildeten einen wichtigen Schwerpunkt des Projektes. Bei der Besichtigung des zukünftigen Geländes der Bayerischen Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 erhielten die Gäste spannende Einblicke in die Entwicklung des Großprojektes und dessen Bedeutung für die Region.
 

Der Erfahrungsaustausch mit dem Imkerverein Bad Windsheim vermittelte Wissenswertes über Artenvielfalt, Bienen, Honigproduktion und nachhaltige Landwirtschaft. Ergänzt wurde das Programm durch einen gemeinsamen Besuch des Fränkischen Freilandmuseums, bei dem die Gäste die Geschichte, Kultur und Lebensweise Frankens kennenlernen konnten.
Die verschiedenen Programmpunkte verbanden Umweltbildung, regionale Identität und einen umfangreichen Erfahrungsaustausch auf anschauliche Weise.

5. Rugby Freundschaftsspiele und Schnupperklettern

👉 Impressionen  

Beschreibung:

Sport erwies sich erneut als hervorragende Möglichkeit, Menschen unabhängig von Sprache, Alter oder Herkunft zusammenzubringen. Bei den neu ins Leben gerufenen Rugby-Freundschaftsspielen der Partnerstädte standen Fairness, Teamgeist und gegenseitiger Respekt im Mittelpunkt. Gemeinsame Trainingseinheiten und Spiele schufen schnell neue Kontakte und stärkten bestehende Freundschaften.
 

Ergänzend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Schnupperklettern eigene Grenzen überwinden und gemeinsam neue Erfahrungen sammeln. Die sportlichen Begegnungen machten deutlich, dass gegenseitiges Vertrauen, gemeinsames Handeln und Offenheit wichtige Grundlagen einer lebendigen europäischen Gemeinschaft sind.
 

6. Nahwärme Wiebelsheim: Ein Projekt für die Zukunft.

👉 Impressionen  

Beschreibung:

Die Besichtigungen des Nahwärmenetzes Wiebelsheim zeigten eindrucksvoll, wie nachhaltige Energieversorgung auf kommunaler Ebene erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Gäste erhielten Einblicke in die moderne Hackschnitzelanlage und informierten sich über erneuerbare Energien, regionale Wertschöpfung und gemeinschaftliches Engagement.
 

Das Projekt verdeutlichte, wie Umwelt- und Klimaschutz praktisch gelebt werden können und welche Bedeutung regionale Lösungen für eine nachhaltige Zukunft besitzen. Die Besichtigungen führten zu einem intensiven Erfahrungsaustausch über Energieversorgung, kommunale Verantwortung und nachhaltige Entwicklung in Bad Windsheim und seinen Partnerstädten.
 

Nähwärme Wiebelsheim: Ein Projekt für die Zukunft

Réseau de chaleur Wiebelsheim: Un projet pour l'avenir

7. Abendveranstaltungen und 4 Vorträge zum Thema "Demokratie"

👉 Impressionen  

Beschreibung:

Gemeinsame Abendessen, Begegnungen in den Gastfamilien sowie vier mehrsprachige Vorträge rundeten die Veranstaltungsreihe ab. Im Mittelpunkt standen die Themen Demokratie, Ehrenamt, gesellschaftliche Verantwortung und die Zukunft Europas. Interaktive Präsentationen und offene Gesprächsrunden ermöglichten den Teilnehmenden, ihre persönlichen Erfahrungen einzubringen und voneinander zu lernen.
 

Gerade die Kombination aus offiziellen Programmpunkten und den vielen persönlichen Gesprächen am Abend förderte gegenseitiges Verständnis und neue Freundschaften. Die Veranstaltungsreihe zeigte eindrucksvoll, dass Demokratie vom Dialog lebt und Städtepartnerschaften einen wichtigen Beitrag dazu leisten, europäische Werte im Alltag sichtbar und erlebbar zu machen.

Durch die Begegnungen entstanden zahlreiche neue Kontakte, die weit über den Projektzeitraum hinaus Bestand haben werden.
 

Demokratie im Alltag

La démocratie au quotidien

Ehrenamt und Schutz der Demokratie

Le bénévolat et la défense de la démocratie

Die Demokratie in Frankreich und Deutschland

La démocratie en France et en Allemagne

Historischer Vergleich: Demokratie in Frankreich und Deutschland

Comparaison historique: La démocratie en France et en Allemagne

FEEDBACK & ZITATE:

„Der Austausch über das Nahwärmenetz in Wiebelsheim hat deutlich gemacht, wie gemeinschaftliches Engagement Demokratie, Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung stärken kann. - Toll was Gemeinschaft leisten kann!"

„Freundschaften zwischen Nationen entstehen nicht durch Verträge oder Institutionen, sondert dort wo Menschen sich begegnen, voneinander lernen und gemeinsam Zukunft gestalten. Genau dies war das Ziel unseres Projektes Mai 2026 Ein bunter Reigen deutsch-französischer Veranstaltungen."  (Tanja Mohr Vorsitzende des Komitees für Städtepartnerschaften 2026)

„Die Zukunft unserer beiden Länder, der Grundstein, auf dem die Einheit Europas errichtet werden kann und muss, bleibt die gegenseitige Achtung, das Vertrauen und die Freundschaft zwischen dem französischen und dem deutschen Volk.“ (Charles de Gaulle, 1962)


„Die Begegnungen in den Gastfamilien waren besonders wertvoll. Aus Gästen wurden Freunde, und weitere gegenseitige Besuche sind bereits geplant.“ (Gastgeberin aus Bad Windsheim)

«Cette rencontre a renforcé notre amitié franco-allemande et nous a donné envie de mener d'autres projets communs. Tout le monde est ravi - nous resterons en contact. » (I. Plouchard, présidente du Comité de jumelage BW-SY)

"Tausend Dank für die Einladung zu diesem tollen Event. Wir werden in Zukunft noch viele gemeinsame Projekte haben!" (DJ Phil aus Strasbourg)

«Malheureusement, je n'ai pas pu être présente, mais je viens de découvrir les différentes activités de votre projet. Elles témoignent d'une ambiance formidable et d'un fort esprit de communauté. Toutes mes félicitations et un grand merci à toi, Tanja, ainsi qu'à ton équipe. » (M. Legrand, Saint-Yrieix)

"Overkill im Quadrat mal zehn - das Wetter, die Menschen, der Sport, das Erlebnis" (Pascal, Rugby-Abteilungsleiter BW)

"Mein Team vom Imkerverein BW war durchweg begeistert und freut sich auf die anstehenden Begegnungen wie: die Weihnachtsmärke, die wieder Gelegenheit zum Austausch bieten." (Andrea Billenstein, Vorsitzende des Imkervereins BW)

"UNITED BEATZ ist ein tolles innovatives Projekt, dass unbedingt weitergeführt werden muss. 

(Gäste)

 

Die Sonnenbrillen sind cool: "C'est grave lourd!" 

„Super Veranstaltung, alles perfekt organisiert, tolle Vernetzung über die Grenzen hinaus, ich bin begeistert! Danke für euer großes Engagement.“ (Politiker)

"Also nochmal an @Tanja Mohr und ihr Team für die Organisation dieses einmaligen und abwechslungsreichen Abends mit euch! Hut ab so eine tolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen und zu wuppen." (Stadträtin)

Dem kann ich nur zustimmen. War ein sehr schöner Abend & ein solider proof of concept… gerne mehr davon! Kudos an Tanja für die Orga & fürs Vernetzen aller Akteure. (Helfer-Team)
 

Auch von unserer Seite nochmal vielen Dank fürs Organisieren und den schönen Abend! Hat sehr viel Spaß gemacht! (Licht-/Soundanlage)

„Mentally I´m here! Made my europe debut last weekend, thank you germany“ (DJ)

„Mir hat der Abend und Austausch mit den anderen auf jeden Fall Spaß gemacht. Gerade dieser Austausch von den DJs und Musik hat super unter uns funktioniert und war toll da neue gute Kontakte zu knüpfen. 

Die Mitwirkenden waren top, was Licht, DJs und Landjugend angeht. Das hat wirklich perfekt gepasst. Grad auch die DJs aus Frankreich und italien waren genau die richtigen dafür. Besser konnte es nicht laufen würde ich sagen.
Auch das Angebot von Getränke und Essen war super. Besonders der Essensstand war richtig gute Auswahl uns sehr lecker.“ (DJ)
 

„Vielen Dank für die tolle Organisation, die internationale Vernetzung und dein Engagement. United Beatz ist klasse! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.“ (DJ)

„Es hat uns alle unglaublich geehrt und gefreut, dass unser neuer Bürgermeister Philipp Flierl uns heute besucht und seine große Wertschätzung ausgedrückt hat."
"Und ab heute hat Rugby auch offiziell einen Platz im Bad Windsheimer Rathaus.“ (Rugby)

„Mein glaube ich wirklich Höhepunkt in den letzten 8 Jahren, seitdem ich hier und in Burgbernheim ein Rugbyprogramm mit auf die Beine gestellt habe. Im Rahmen der Städtepartnerschaft, ist Rugby das allererste Mal Teil davon – wir haben zum ersten Mal eine tourende Truppe zu Gast.“ (Rugby)
 

"Nach allem, was ich gesehen habe, gehört es zu den umfangreichsten und vielseitigsten Städtepartnerschaftsprojekten, die ich bisher gesehen habe: Es verbindet politische Bildung, Sport, Musik, Kultur, Nachhaltigkeit und persönliche Begegnungen in einem gemeinsamen europäischen Programm und erreicht dabei sowohl langjährige Engagierte als auch viele junge Menschen."

👉 Wir sagen DANKESCHÖN!

​Gerne können Sie uns auch Kommentare in unser Gästebuch schreiben!

BERICHT:

Vielfalt erleben, Gemeinschaft leben.

Städtekomitee sichert Freundschaft und Verständigung.

 

In Freundschaft verbunden. Wir blicken zurück auf einen erblühten Mai. Dank des großartigen Engagements unseres Komitees für Städtepartnerschaften Bad Windsheim e. V. bereichert um ein vielfältiges Programm mit Gästen aus Frankreich und darüber hinaus. Die Veranstaltungsreihe „Mai 2026 – Ein Reigen deutsch-französischer Veranstaltungen“ verband über mehrere Wochen hinweg die Themen Demokratie, Musik, Sport und Kultur. Gemeinsam mit den Partnerstädten Saint-Yrieix-la-Perche sowie französischen Partnerregionen wurde ein lebendiger Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und gesellschaftlichen Bereichen ermöglicht.

Ein solch großes Vereinsevent bedarf des Einsatzes vieler und einer federführenden Person, bei der die Fäden im Hinblick auf Planung, Organisation und Durchführung zusammenlaufen. Beim Komitee für Städtepartnerschaften Bad Windsheim e. V. ist dies die Vorstandsvorsitzende Tanja Mohr aus Wiebelsheim. Sie übt dieses Amt seit nun vier Jahren tatkräftig und überzeugend aus. Mit ihrem Einsatz, der Unterstützung durch das Vorstandsteam und zahlreichen Ehrenamtlichen und Gastfamilien konnte die Veranstaltungs-reihe erfolgreich umgesetzt werden.
 

Im Mittelpunkt standen persönliche Begegnungen zwischen jungen Erwachsenen, Familien, Vereinen, Ehrenamtlichen sowie kommunalen Vertreterinnen und Vertretern. Ziel der Veranstaltungsreihe war es, die deutsch-französische Freundschaft sowie die Verbindungen mit weiteren Partnerregionen nachhaltig zu stärken. Es ging darum, demokratische Werte erlebbar zu vermitteln und den europäischen Gedanken – insbesondere im ländlichen Raum – sichtbar zu machen.

Ein wichtiger Beitrag hierbei: Gäste werden vorzugsweise in Gastfamilien untergebracht. Dadurch entstanden erneut intensive persönliche Kontakte, die nicht nur die Sprachkenntnisse der Teilnehmenden förderten, sondern auch das gegenseitige Verständnis und Offenheit stärkten. Öffentliche Veranstaltungen, gemeinsame Aktivitäten, Diskussionsrunden sowie kulturelle und sportliche Angebote schufen zahlreiche Begegnungsräume für alle Generationen.
 

Demokratie und Menschenrechte im Mittelpunkt

Ein Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe lag auf den Themen Demokratie und Menschenrechte. Angeregt mit interaktiven Power-Point-Präsentationen und Vorträgen setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gesprächsrunden mit Fragen gesellschaftlicher Verantwortung, europäischer Zusammenarbeit und demokratischer Mitgestaltung auseinander. Themen wie „Demokratie im Alltag“, die Bedeutung des Ehrenamts für den Schutz demokratischer Strukturen oder die Rolle langjähriger Städtepartnerschaften für die Zukunft Europas standen dabei im Fokus. Ein Blick in die Geschichte verglich die historischen Entwicklungen der Demokratie in Deutschland und Frankreich. Umrahmt von einem offenen Austausch zwischen den Nationen und Generationen förderten die Vorträge gegenseitigen Respekt, Toleranz, Meinungsfreiheit und Zivilcourage und setzten ein sichtbares Zeichen für ein friedliches und solidarisches Europa.

Langjährige Partnerschaften

Im Rahmen eines festlichen Dinners auf Einladung der Stadt Bad Windsheim waren Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstädte, Gastfamilien, Ehrenamtliche, Vereinsmitglieder sowie kommunale Verantwortungsträger zusammengekommen. Rückblicke auf gemeinsame Projekte, Bildpräsentationen und Grußworte würdigten die langjährigen Partnerschaften und ihre Bedeutung für den europäischen Zusammenhalt. Die Veranstaltung machte deutlich, wie Städtepartnerschaften durch persönliche Begegnungen, kulturellen Austausch und bürgerschaftliches Engagement einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung, zur Stärkung demokratischer Werte und zum Zusammenwachsen Europas leisten. Der Abend bildete einen wichtigen Eckpunkt des Gesamtprojekts und unterstrich die europäische Dimension dessen.

Mit Blick nach Frankreich freute man sich bereits auf das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Saint-Yrieix-la-Perche. Dieses klopfte bereits gedanklich an und weckte Vorfreude auf das, was nach der Landesgartenschau, im Jahr 2028, ansteht.

„UNITED BEATZ“ vernetzt DJs aus Deutschland und Frankreich

Ein weiterer Höhepunkt des Projekts war die Musikveranstaltung „UNITED BEATZ“. Das innovative DJ-Austauschprojekt brachte junge Erwachsene aus Deutschland und Frankreich zusammen und knüpfte ein Band zwischen der modernen Kultur junger Erwachsener und Junggebliebener mit den Werten eines offenen und demokratischen Europas.

Im Rahmen eines gemeinsamen Konzertabends präsentierten DJs aus den Partnerstädten ihre Musik und gestalteten ein grenzüberschreitendes Kulturerlebnis, das Begegnung, Kreativität und interkulturellen Austausch förderte. Die Veranstaltung schaffte einen attraktiven Zugang für junge Menschen zur Städtepartnerschaft und ermöglichte Begegnungen unabhängig von Sprache, Herkunft oder sozialem Hintergrund.

„UNITED BEATZ“ steht für Vielfalt, Toleranz und europäische Verbundenheit. Durch die gemeinsame Organisation und Durchführung der Veranstaltung entstanden neue Netzwerke zwischen jungen Menschen der Partnerländer. Gleichzeitig wurde die Rolle von Musik als verbindendes Element und als Ausdruck einer gemeinsamen europäischen Jugendkultur sichtbar.

Die öffentliche Veranstaltung stärkte die Sichtbarkeit des Gesamtprojekts, sprach insbesondere junge Erwachsene und Junggebliebene an und leistete einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Partnerschaften. Damit ergänzte „UNITED BEATZ“ die Themen Demokratie, Menschenrechte, Sport und Kultur um eine moderne und zukunftsorientierte Form der europäischen Begegnung.

Sport verbindet Menschen, Sprachen und Kulturen – so auch Rugby

Bad Windsheim wurde im Mai 2026 zum Sportplatz für Rugby-Freundschaftsspiele. Sie stärkten den sportlichen Austausch zwischen den Partnerregionen und ermöglichten zahlreiche Begegnungen auf dem Rasen. Teamgeist, Fairness und Verständigung standen dabei im Mittelpunkt. Initiativ dafür eingesetzt hatte sich Tanja Mohr als Vorstandsvorsitzende und Hauptkoordinatorin der Veranstaltungsreihe.

Beim Sport blieb es nicht beim Rugby allein. Weitere gemeinsame Aktivitäten standen auf dem Programm. So hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, an einem Schnupperkurs im Bouldern und Kletterzentrum Bad Windsheim teilzunehmen und dabei erste Erfahrungen im Klettern und Bouldern zu sammeln. Die förderten den Zusammenhalt innerhalb der Gruppen und bot zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und Austausch. Junge Menschen unterschiedlicher Herkunft kamen zusammen und vermittelten Werte wie Fairness, Respekt, Teamgeist und Zusammenhalt. Die Begegnungen zwischen Sportvereinen aus Deutschland und Frankreich stärkten nicht nur den Austausch, sondern förderten auch soziale Kompetenzen und gemeinschaftliches Handeln.

Kultur und Regionalgeschichte machten Besuch zur Bildungsreise

Darüber hinaus bot die Veranstaltungsreihe zahlreiche kulturelle Begegnungen und Einblicke in regionale Geschichte, Traditionen und das Leben im ländlichen Raum. Gemeinsame Besichtigungen und Führungen, der Besuch des Fränkischen Freilandmuseums sowie der Austausch über regionale Traditionen ermöglichten den Gästen einen direkten Zugang zur Kultur der Gastgeberregion. Begegnungen mit Imkervereinen, regionale Spezialitäten sowie mehrsprachige Präsentationen und kulturelle Abende förderten zusätzlich das gegenseitige Verständnis und die Wertschätzung kultureller Vielfalt.

Europafest, Landesgartenschau, Nahwärmenetz und noch mehr

Die Begegnungen im Mai 2026, veranstaltet vom Komitee für Städtepartnerschaften Bad Windsheim e. V., zeigten, wie lebendig und modern europäische Städtepartnerschaften unter dem Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ gestaltet werden können. Besonders sichtbar wurde der europäische Gedanke beim Europafest in Mailheim, das gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Deutschland und Frankreich gefeiert wurde. Ganz besonders beeindruckend für Jung und Alt war das Hissen der Europäischen Fahne auf dem Europa-Weinberg, dem „Ersten Europäischen Lehr- und Versuchsweinberg“.

Auch die Themen Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und kommunale Verantwortung wurden aktiv aufgegriffen. Im Rahmen verschiedener Programmpunkte erhielten die Gäste Einblicke in die Bayerische Landesgartenschau Bad Windsheim 2027, besichtigten die neue regionale Hackschnitzelanlage des Nahwärmenetzes Wiebelsheim und diskutierten gemeinsam über Umwelt- und Klimaschutz. Dadurch wurde deutlich, dass europäische Zusammenarbeit auch im Bereich nachhaltiger Entwicklung eine wichtige Rolle spielt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an den Freundeskreis Landesgartenschau Bad Windsheim e. V., der Vorträge zum Landesgartenschau-Ausblick in französischer Sprache anbot.

Die Veranstaltungsreihe trug nachhaltig zur Stärkung bestehender europäischer Netzwerke und Städtepartnerschaften bei. Durch die enge Zusammenarbeit von Vereinen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen entstanden neue Impulse für zukünftige Begegnungen und langfristige Kooperationen. Öffentliche Veranstaltungen sowie die begleitende Kommunikation über soziale Medien und Internetseiten erhöhten zusätzlich die Sichtbarkeit des Projekts und sprachen insbesondere junge Menschen an.

Unter dem Leitmotiv „Demokratie lernen, stärken und leben – gemeinsam durch europäische Begegnung“ setzte die Veranstaltungsreihe ein starkes Zeichen für gelebte europäische Freundschaft, interkulturellen Austausch und ein demokratisches Miteinander. Die ausführliche Vortragsreihe wurde federführend von Schatzmeisterin, Frau Beate Edinger-Lobbezoo gestaltet.

Alles rund um das Engagement des Komitees für Städtepartnerschaften Bad Windsheim e. V. finden Sie online auf www.staedtepartnerschaften-bw.de.


Bildunterschriften des Berichts

Bildunterschrift: Städtepartnerschaften stärken Beziehungen auf globaler Ebene und tragen dazu bei, eine bessere Welt für alle zu schaffen – im Mai live erlebbar beim Rugby-Event des Städtekomitees in Würzburg.


Bildunterschrift: Komitee-Schatzmeisterin Beate Edinger-Lobbezoo referierte mit einem historischen Vergleich zwischen Frankreich und Deutschland zum Themenkreis „Demokratie lernen, stärken und leben.“


Bildunterschrift: Die Musikveranstaltung UNITED BEATZ in der Burgbernheimer Roßmühle wurde auf regionaler Ebene von politischer Seite unterstützt. Mit dabei (von links nach rechts): Burgbernheims Erster Bürgermeister Matthias Schwarz, die Verantwortliche für Regionalpartnerschaften des Bezirk Mittelfrankens Isabel Kerscher, Mittelfrankens Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, die Vorsitzende des Komitees für Städtepartnerschaften Bad Windsheim e. V. Tanja Mohr, Landrat Dr. Christian von Dobschütz (alias DJ Chris Deluxe) und Bad Windsheims Erster Bürgermeister Philipp Flierl.
 

Bildunterschrift: Im sportlichen Bereich war Rugby ein verbindendes Element.
 

Bildunterschrift: Tischlein deck dich: Die Themen „Natur und Umwelt“ standen beim Lehrbienenstand im Bad Windsheimer Kurpark auf dem Programm.
 

Bildunterschrift: Die Besucherinnen und Besucher aus den Partnerstädten zeigten sich besonders interessiert an einer nachhaltigen Energieversorgung durch erneuerbare Ressourcen am Beispiel der neuen regionalen Hackschnitzelanlage des Nahwärmenetzes Wiebelsheim und erhielten in diesem Zuge wertvolle Einblicke in die praktische Umsetzung regionaler Energiekonzepte.
 

Bildunterschrift: Die Teilnehmenden des Partnerschaftsvereins Saint-Yrieix-la-Perche kamen zum Empfang im Rathaus zusammen.
 

Mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds.
www.buergerfonds.eu

 

Begegnungsfahrt nach Saint-Yrieix (2025)

DO 01. Mai  bis SO 04. Mai 2025

Programm:

🔗 Übersicht

👉 Thema: Die Europäische Union braucht Dich!

👉 Thema: Die EU und ihre Gastarbeiter-Migration

👉 Thema: Oradour-sur-Glane

Beschreibung:

Groß war unsere Freude, als wir die Einladung zum Ersten-Mai-Wochenende erhielten aus Saint-Yrieix-la-Perche, eine Kleinstadt ähnlich wie Bad Windsheim im ländlichen Raum gelegen, mit der uns seit 1988 eine Städtepartnerschaft verbindet.

Bereits Mitte April d.J. begannen die umfangreichen Vorbereitungen auf beiden Seiten, die u.a. Pressegespräche, Vertragswerk einschließlich Code of conduct für jugendliche Teilnehmer, Unterbringung in den Gastfamilien, Abstimmungen zu den einzelnen Programmpunkten sowie den Bereich Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit v.a. im Hinblick auf die Jugend zu modernisieren und per Up-date unserer Website das Projekt „Begegnung Bad Windsheim – Saint-Yrieix-la-Perche im Limousin“ zu integrieren.

Regelmäßige telefonische Absprachen sowie WhatsApp Chats der Arbeitsgruppen beider Partnervereine entsprechend Entwicklungsstand der Vorbereitungen waren ein „MUST“. Alle Aktiven waren sich bewusst, dass diese Begegnung für den Fortbestand der Partnerschaft von großer Bedeutung war, denn im Vorjahr hatte eine Spaltung des französischen Vereins stattgefunden in zwei Partnerschaftsvereine, „Comité de jumelage Bad Windheim-SY“ und „Comité de jumelage La Wantzenau-SY“. Der aktuelle Vorstand ist seit Januar d.J. im Amt. Gesehen die turbulenten Zeiten, die nun hinter unserem Partnerverein lagen, wunderte es uns nicht, dass wir gebeten wurden, die Anzahl der deutschen Gäste auf max. 45 Personen zu begrenzen und Neuzugänge nach Absagen nicht zuzulassen.

 

Nach wochenlangen, umfangreichen Vorbereitungen saßen am 01. Mai 2025 um 05.30 h schließlich 21 Erwachsene und 18 Jugendliche im Bus der Firma Thürauf, um in unsere Partnerstadt Saint-Yrieix-la-Perche zu fahren, die wir bereits gegen 19 h erreichten. Unsere französischen Freunde begrüßten uns freudig und bei einem kleinen Umtrunk hatten die Gastfamilien Gelegenheit, ihren jeweiligen deutschen Gast zwanglos kennenlernen.

Ziel des umfangreichen Programms war es, den Teilnehmern Kultur und Geschichte des Gastlandes näher zu bringen. Auch sollten Publikationen und Diskussionsrunden das Bewusstsein für die Erinnerungskultur und die Wichtigkeit des Europäischen Gedankens aller Teilnehmer stärken.

Der Rundgang durch die Historische Altstadt von Saint-Yrieix-la-Perche beeindruckte durch die ehemalige Kloster- und spätere Kollegiat Kirche (11. – 14. Jh.), den etwa 20 m hohen Tour du Plô aus dem 12. Jh., der Bergfried der ansonsten verschwundenen Burg es ehemaligen Grundherrn der Stadt. Nicht zu vergessen die mittelalterlichen Häuser und Gassen des historischen Zentrums und das repräsentative Rathaus aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert.

Der ökologisch geführte Bauernhof mit Käserei und Hofladen überraschte mit seinen Rindern, die durch Kreuzungen alter Rassen besonders widerstandsfähig und gesund sind. Mit der zertifizierten Bio-Milch werden in der Käserei u.a. verschiedene Käse ähnlich den Sorten Gouda, St. Nectaire oder Camenbert produziert und im Hofladen oder auf Märkten der Umgebung verkauft. Der Landwirt des Bauernhofs ist Mitglied einer GAEC (Groupement Agricole d'Exploitation en Commun / Gemeinschaftliche landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaft) mit dem Ziel Ressourcen, Arbeitskräfte und Wissen zu bündeln. Ein besonders interessanter Ansatz, der u.U. den Fortbestand der heimischen Landwirtschaft sichern könnte. Während dieser Führung erklärte sich auch die Wichtigkeit eines respektvollen Umgangs mit unseren Ressourcen und unserer Umwelt von selbst und der Zusammenhang zwischen Klima und Nutzung der Umwelt wurde eindringlich vorgeführt.

Zur Erfrischung und zum gegenseitigen Kennenlernen bzw. Vertiefung der Kontakte fand im „Salle d’Attane“ ein gemeinsames Mittagessen statt. Vorbereitet waren kalte Platten unter dem Motto „Franken trifft Frankreich kulinarisch / Francs et Français à la rencontre des saveurs“, mit regionalen Produkten aus Franken und dem Limousin. Gereicht wurden u.a. Wurstwaren aus Franken mit Baguette und fränkischen Holzofenbrot sowie Limousin-Äpfel und selbstgebackene Nussecken.

Nachmittags folgte die Besichtigung von „Château de Jumilhac-le-Grand“ eine beeindruckende Burg aus dem 13. Jahrhundert umgebaut in der Renaissance, die sich in Privatbesitz befindet, öffentlich zugänglich ist und als Veranstaltungsort genutzt wird.

Am späten Nachmittag wurden alle Teilnehmer im Rathaus von Saint-Yrieix-la-Perche durch den kürzlich neu benannten Bürgermeister, Monsieur Laurent Goryl, begrüßt bei Häppchen und trendigen Getränken. Ein wichtiger Programmpunkt der mitreisenden Stadträte von Bad Windsheim, da nach Ansprachen, Übermittlung der Grüße aus dem Bad Windsheimer Rathaus und Übergabe der Gastgeschenke sich Gelegenheit bot, sich kennen zu lernen und auf kommunaler Ebene private und öffentliche Netzwerke anzustoßen, die das Zusammenwachsen zum Vielvölkerstaat Europa begründen und weiter fördern.

Ab 20 h ein gemeinsamer Abend im Bürgersaal ‚Salle Attane‘, nach Begrüßung durch die Gastgeber folgte das Abendessen unter dem Motto „Franken trifft Frankreich kulinarisch / Francs et Français à la rencontre des saveurs“ mit typischen Gerichten aus dem Limousin. Gereicht wurden u.a. das Dessert „Gâteau FRANKLIM“ und die fränkische Spezialität „Obatzder“ der die Käseplatte vervollständigte. Nicht zu vergessen die mitgebrachten Softdrinks wie „Einheimischer“, „Franken Brunnen“ und „Residenz Quelle“. Begleitet durch das Konzert „Kammermusik mit Cello und E-Piano“, der Musiker Dr. Stadler und M. Lucien Faucher. Danach übernahm der ehemalige französische Vereinspräsident, M. Eugène Fraboulet, die Moderation und es gelang ihm Jung und Alt zu animieren, die deutsche und französische Musikkultur zu feiern. Es wurde gemeinsam musiziert, gesungen, getanzt und so, en passant, nahezu spielerisch generationsübergreifend das gegenseitige Kennenlernen und Verständnis für die jeweils andere Kultur vermittelt.

Tags darauf, bereits um 9 h, ging es per Bus nach Oradour-sur-Glane.

Das Erinnerungszentrum von Oradour-sur-Glane mit Zugang zu den Ruinen des Märtyrerdorfes bietet einen dokumentierten Rundgang, der es ermöglicht, den Verlauf des Massakers von 1944 durch die Analyse der Geschichte zu erklären und zu verstehen, den Kontext zu erfassen und die unerbittliche Vernichtungslogik zu erkennen, die zu seiner Umsetzung geführt hat.

Für alle Teilnehmer, insbesondere den jugendlichen, wurden vorbereitend Publikationen der Historikerin und Kuratorin, Frau Dr. Andrea Erkenbrecher, zum Thema Oradour-sur-Glane über WhatsApp verteilt und von Frau Mohr begleitend moderiert während der Busfahrt, so dass eine behutsame Hinführung zum Thema Oradour-sur-Glane gewährleistet wurde. Nach der gemeinsamen Vesper vor Ort gaben Ruhepausen, Gelegenheit zu Diskussionsrunden, die zusammen mit weiterem Anschauungsmaterial nach den Rundgängen im „Centre de la mémoire“ und in den Ruinen des Märtyrerdorfes „Village martyr“ dazu beitrugen, die bedrückenden Eindrücke zu verarbeiten und die Teilnehmer für das Nichtvergessen und die Erinnerungskultur zu sensibilisieren. Nach der Rückfahrt waren die Teilnehmer zum Abendessen in den jeweiligen Gastfamilien eingeladen.

Abends fand dann das Öffentliche Konzert im „Salle d’Attane“ statt. Unterschiedliche Musikstile, wie beispielsweise EDM (electronic dance music), wurden von den deutschen Musikern „DJ Electric Elephant“ und dem französischen „DJ Do-Om Dark Wisdom“ sowie der Rock-Pop-Gruppe „Les Petites Tortues“ präsentiert. Im Rahmen unserer Konzertreihe „DJ-Austausch der Partnerstädte“, was die Begegnung wunderbar abrundete und junges Publikum beider Nationen ansprach.

 

Bereits am nächsten Morgen erfolgte ab 07.30 h die Rückfahrt nach Bad Windsheim. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten sich Gäste und Gastgeber und waren sich einig, dass das gemeinsame Musizieren, Singen und Tanzen von Jung und Alt, den Abenden ein ganz spezielles, spontanes, internationales Flair verliehen hat.

Auch dass die Tage wie im Fluge vergangen waren und weitere Treffen folgen sollen, die abermals Gelegenheit geben werden, neue Freundschaften zu knüpfen und langjährige auszubauen. Zur Animation der langen Rückreise und zur Festigung der Eindrücke wurden über WhatsApp das Vortragsmaterial und Links zu „Die Europäische Union braucht Dich!“ und „Die Europäische Union und ihre Gastarbeiter-Migration“ verteilt, kommentiert von den Vorstandsmitgliedern Frau Mohr und Frau Edinger-Lobbezoo. Die Vorträge betonten die Wichtigkeit der Werte der Europäischen Union, erlaubten die Vertiefung des europäischen Gedankens sowie eine gute Sensibilisierung zum Thema Migration und gelungene Integration.

 

Weiter zeigte das diesjährige Treffen im Limousin vom 01. bis 04. Mai nach langer Pause, wie wichtig der persönliche Kontakt ist, um Sprache und Kultur anderer Nationen kennenzulernen und den Europäischen Gedanken aktiv zu leben nach dem Motto „In Vielfalt geeint“, um so private und öffentliche Netzwerke zu schaffen, die das Zusammenwachsen zum Vielvölkerstaat Europa begründen und weiter fördern.

Bereits ab 07. Mai fanden Videokonferenzen der beiden Partnerschaftsvereine statt, um sich über die Begegnung auszutauschen und nach Kommunikation der Finanzdaten die anteilmäßige Verteilung der Mittel zu vereinbaren. Beide Partnerschaftsvereine äußerten sich positiv über die Begegnung und waren sich einig, dass Regionale Kulinarik aus Franken und dem Limousin, Konzerte mit gemeinsamem Musizieren, Singen und Tanzen und vor allem die Unterbringung in Gastfamilien zum gegenseitigen Kennenlernen motivierten.

Die geschilderten Unternehmungen erregten das Interesse für die Sprache und Kultur des anderen und brachten beide Nationen generationsübergreifend einander näher. Die deutsch-französische Freundschaft wurde vertieft, so dass auf die Dauer der europäische Einigungsprozess gestärkt wird.

Ein besonderer Fokus wurde auf die Teilnahme der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gelegt, indem sie speziell durch digitale Erweiterungen unserer sozialen Medien angesprochen werden konnten. So war denn auch das große Interesse der Jugend, dass durch die Kreation eigener Jugendkanäle auf TikTok und Instagram während der Begegnung dokumentiert wurde, sehr erfreulich, denn sie, die Jugend, wird das EUROPA VON MORGEN sein.

Ausführliche Impressionen unserer Begegnung unter CHRONIK!

Die Europäische Union braucht Dich!

L'Union européenne a besoin de vous!

Die EU und ihre Gastarbeiter-Migration

L'UE et la migration des travailleurs immigrés

Ausstellung "Heimat ist da wo man satt wird“:

Die Europäische Union und ihre Gastarbeiter-Migration

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhofften sich viele Menschen von der Europäischen Union Sicherheit, Frieden, Abwehr der kommunistischen Expansion und wirtschaftlichen Wohlstand.

Bereits seit Ende der 50er Jahre entschlossen sich Migrantinnen und Migranten in die Industriezentren Europas zu kommen, um dort zu arbeiten. Zunächst um mit dem gesparten Geld zurückzukehren in die Heimat und sich ein besseres Leben mit mehr Wohlstand zu schaffen.

So kamen zwischen Ende der 1950er und Anfang der 1970er Jahre rund 14 Mio. ausländische Arbeitskräfte in die Bundesrepublik, die teilweise wieder zurückkehrten. Mit der Zeit verlängerten jedoch immer mehr ihren Aufenthalt und holten zunehmend auch ihre Familien nach, was seit Ende der 1960er Jahre in eine Migration mündete.

Die bereits mit den Römischen Verträgen von 1957 beschlossene und nach 1968 schrittweise umgesetzte Freizügigkeit für Arbeitnehmerinnen und -nehmer innerhalb der Europäischen Union förderte die familiäre Migration und viele blieben für immer. Sie holten ihre Familien nach und begannen, sich auf eine längere Zeit in der Fremde einzurichten. Die Verbindungen zur Heimat reduzierten sich nach und nach, vor allem bei den Kindern, der zweiten Generation.

Die Ausstellung „On est chez soi là où on n'a pas faim.”, die Migration im ländlichen Mittelfranken von 1960 – 1990 behandelt, erzählt von Einzelschicksalen, die deutlich machen, wie wichtig die Integration ist. Unsere heutige Bundesrepublik ist ein Staat mit Bürgern unterschiedlicher Herkunft und für die Stabilität unserer deutschen Gesellschaft, die von vielen Kulturen beeinflusst ist, ist eine Chancengleichheit aller von höchster Bedeutung. Ganz im Sinne der Grundsätze der Europäischen Union, die u.a. sich zum Ziel gesetzt hat, soziale Gerechtigkeit zu fördern sowie die Eindämmung sozialer Ungerechtigkeit und Diskriminierung. Nicht zu vergessen die Achtung unserer kulturellen Vielfalt. Viele der ehemaligen Gastarbeiter sind inzwischen deutsche Staatsbürger geworden. Es gibt bemerkenswerte Karrieren in allen Bereichen von Kultur, Wirtschaft und Politik – Namen wie der des Grünen-Politikers Cem Özdemir, des Schriftstellers Feridun Zaimoglu und des Comedians Kaya Yanar sind allgemein bekannt.

Massaker von Oradour

Das Massaker von Oradour am 10. Juni 1944 war ein durch die Waffen-SS verübtes Kriegsverbrechen an der Bevölkerung des französischen Dorfes Oradour-sur-Glane. Nahezu alle Einwohner wurden dabei ermordet. Das Dorf wurde völlig zerstört. Es war mit 643 Opfern das zahlenmäßig verheerendste Massaker in Westeuropa.[1]

 

Im Jahr 1953 wurden in Frankreich 21 SS-Soldaten wegen der Teilnahme an dem Massaker teils zum Tode, teils zu Haftstrafen verurteilt. Die Todesurteile wurden in Haftstrafen umgewandelt, einige aus dem Elsass stammende SS-Männer amnestiert und die letzten Verurteilten 1959 entlassen. In der Bundesrepublik Deutschland wurden zwar verschiedene Ermittlungsverfahren eingeleitet, jedoch letztlich niemand angeklagt und die Verantwortung alleine dem 1944 kurz nach dem Massaker in der Normandie gefallenen SS-Offizier Adolf Diekmann zugewiesen, der die Durchführung des Massakers befehligt hatte. 1983 wurde in der DDR mit Heinz Barth ein beteiligter SS-Offizier unter anderem wegen des Massakers zu lebenslanger Haft verurteilt.

 

Die Ruinen des Dorfes wurden nach dem Krieg zum historischen Denkmal erklärt und blieben somit erhalten. Sie sind heute Mahn- und Gedenkstätte mit dem angeschlossenen Dokumentationszentrum Centre de la mémoire. Das heutige Oradour-sur-Glane wurde nordwestlich neben dem zerstörten Dorf neu aufgebaut.

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